Volksbühne Weichselboden – „Drunter und Drüber“

Der neue Obmann Bernhard Goldgruber eröffnete das Theaterstück.

Die Handlung:

Das halbe Dorf freut sich auf das anfallende Schlachtessen, denn die sehr kluge Sau Berta soll geschlachtet werden. Während die Tochter Monika Hirnbeiß (Heidi Wimmer) des Hauses sehr traurig ist, freut sich die Pfarrershaushälterin Agnes (Christine Illmmaier) und Dorfgendarm Dotterweich (Bernhard Glitzner), die jeweils mit einem großen Suppentopf um die erhoffte Kesselsuppe und Blut- und Leberwürste baten.

Der Gendarm Dotterweich versucht Moni näher zu kommen, da er auf Brautschau ist. Jedoch hält er mehr fest an seinem Suppentopf als an Moni, die auch kein Interesse an ihm hat.

Auch der Sohn Peter Bichler (Dominic Krejcza) der Nachbarbäuerin Anna Bichler (Monika Goldgruber) hat einiges mit Monika zu besprechen, denn er gesteht ihr, dass er seit einem Jahr mit Gretl (Birgit Plachl) aus Weichselboden befreundet ist und sie demnächst heiraten möchte. Moni zeigt Peter großes Verständnis, was jedoch seinen männlichen Stolz momentan negativ beeinträchtigt. Auch Moni fragt sich im Nachhinein warum nicht sie, sondern Gretl die Gunst Peters haben soll. Sie beide wollen es aber noch verschweigen denn im Dorf spricht jeder, dass sie ein Paar sind. Insbesondere die Eltern Alois Hirnbeiß (Bernhard Goldgruber) und Thilde Hirnbeiß (Claudia Ulrich) sollen es auf keinen Fall erfahren.

Plötzlich kommt der Jäger Toni Schnatterer (Alexander Brandl) und muss noch schnell einen Probeschuss in die Felswand machen. Dies hat zwei fatale Folgen.

Berta die kluge Sau, in ihrer Panik, entkommt der Schlachtung und läuft im ganzen Dorf Amok. Alle sind beschäftigt Berta wieder einzufangen.

Auch die Nachbarsbäuerin Bichler hat einen enormen Schaden, denn ihr bester Hahn kam durch einen Querschläger zu Tode und verlangt von Schnatterer Schadensersatz.

Gendarm Dotterweich hat nun puren Stress mitzuhelfen die Sau einzufangen und die Amtshandlungen wegen des toten Hahnes, die er zum Glück abwenden kann.

Beim Amoklauf Bertas wird beim Kirchenreinigen die Pfarrershaushälterin Agnes von ihr hinten attackiert. Gendarm Dotterweich hat ein zerstörtes Dienstfahrzeug (Rad). Agnes muss natürlich dies sofort Pater Hans (Pater Johannes T. ???) melden. Pater Hans erhält in diesem Stück eine tragende Rolle der moralischen Instanz, obzwar er nur imaginär (nicht wirklich) als Schauspieler auf der Bühne steht.

Moni kommt zur Erkenntnis trotz allen Trubels, wenn man einen Mann liebt, müssen die Knie weich werden und zittern, auch muss es einem gleichzeitig kalt und warm werden und das Herz rasen.

Jäger Schnatterer ist auch behilflich die Sau einzufangen und ersetzt den zu Tode gekommenen Hahn, obzwar ihm als Jäger keine Schuld traf – es war ja ein Querschläger und kein absichtlich gezielter Schuss.

Schnatterer gelingt es tatsächlich die Sau einzufangen. Der Tierarzt kann nur den stressbedingten Tod Bertas feststellen. Auch diesen Schaden begleicht Schnatterer mit 500 Euro, denn das Fleisch ist nicht mehr verwertbar.

Moni kann diesen Unglücksjäger nicht ausstehen, obzwar ihre Knie, immer wenn er kommt, so merkwürdig zittrig werden.

Bauer Hirnbeiß kann den Tod Bertas nicht fassen und versucht alle Wiederbelebungsversuche bis auf Mund zu Mund Beatmung. Es geschieht ein Wunder und Berta steht von den Toten auf.

Moni macht sich beim Vater stark, dass Berta eine Überlebenschance verdient hat, weil die zu Tod geglaubte wieder am Leben ist.

Aus dem Schlachtessen wurde ein Kaiserschmarrnessen und da Jäger Toni Schnatterer seinen letzten Zug versäumt hatte, macht sich Moni stark, dass er bei Ihnen Quartier bekommt und zum Kaiserschmarrn eingeladen wird.

Moni und Toni können sich Ihrer Gefühle nicht mehr erwähren und gestehen ihre Liebe vor allen. Vater Hirnbeiß zeigt sich sofort spendabel und steuert 500 Euro zur künftigen Hochzeit bei, die Schnatterer sofort wieder erkennt.

Auch Peter outet sich der Liebe zu seiner Gretl.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie mit der glücklichen Berta noch heute. ????

Die SchauspielerInnen der Weichselbodner Volksbühne haben wieder ein herrliches auf hohem Niveau gespieltes Theaterstück gegeben. Sie bringen uns immer wieder zum Lachen.
Doch sie sind auch immer caritativ tätig und spenden Hilfsbedürftigen im Mariazellerland.

Herzlichen Dank an Ing. Franz-Peter Stadler 1010 Wien & Salzatal für Text und Fotos.

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