Volksbühne Weichselboden – „Der Diplom-Bauernhof“


Volksbühne Weichselboden – Aufführung 30. Dezember 2017

Die Volksbühne Weichselboden spielte am 30. 12. 2017 um 15:00 und 19:30 das Lustspiel in 3 Akten „Der Diplom-Bauernhof“.

Die Aufführung war wieder ein voller Erfolg in eine perfekte Attacke auf die Lachmuskeln. Prädikat: ausgezeichnet und besonders geeignet für Personen mit speziell trainierten Lachmuskeln.

Der Landwirt Anton Stadler (Bernhard Goldgruber) möchte seinem Sohn Peter Stadler (Bernhard Schön) und seiner Frau Marlis (Claudia Ulrich) beweisen, wie fortschrittlich er ist. Insgeheim plant er mit der jungen Ingenieurin Silke Neuberger (Verena Ploderer) eine Biokraftanlage um den Hof energieeffizient, ökologisch und autark führen zu können. Mit dem Stromenergieüberschuss, der in das öffentliche Stromnetz geliefert werden kann, können sie zusätzlich Geld einnehmen. Die Errichtung dieser Anlage soll als Überraschung erbaut werden. Daher müssen die Detailbesprechungen während der Abwesenheit seiner Frau Marlis erfolgen. Der Dorfkommunikantin Renate, Freundin von Marlis, bleibt dies nicht verborgen. Vom Hochstand aus beobachtet Renate, wie angeblich Anton mit Silke hinter dem Stall mit einer Decke, in Wirklichkeit ist es der Bauplan, verschwinden und Marlis mit ihr betrügt. Auch der Sohn Peter der in Wien Diplom-Agraringenieur schon seit längerer Zeit studiert und sich wenig in der Freizeit am Bauernhof mit seiner Arbeitskraft einbringt, hat zusätzlich noch die Eigenschaft, dass er wenig entscheidungsfreudig ist. Nicht einmal seiner Freundin Sabine Müller (Birgit Plachel) kann er sein Versprechen erfüllen, seinen Eltern von ihrer Beziehung und einer baldigen Hochzeit endlich etwas zu sagen.

Auch der Vater vom Bauer Anton Stadler, Gustav Stadler (Christian Lechner) markiert seit dem Tod seiner Frau einen alten kranken Mann, der es mit dem Kreuz hat.

Sohn und Großvater finden am Tisch Zeitungen. In der einen steht ein Inserat der Landwirtschaftskammer, wo ein Diplomagraringenieur als Beamter gesucht wird und in der anderen werden freie Plätze von einem Altersheim angeboten.

Josef Huber, ein Freund von Anton Stadler, hat ein politisch brisantes Thema zu erledigen, da der Bürgermeister im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen wird, da er nach Wien als Staatssekretär ins Innenministerium berufen wird. Anton Stadler soll als neuer Bürgermeister ihm nachfolgen.

Dies hat zur Folge, dass Sohn Peter voll am Bauernhof zu arbeiten beginnt und Großvater Gustav sich im Haushalt nützlich zu machen versucht, indem er gleich ein herrliches Frühstück herrichtet.

Sabine Müller kämpft um ihre Liebe zu Peter und nimmt das Gespräch mit der als sehr resolut geltenden künftigen Schwiegermutter Marlis Stadler auf. Diese ist jedoch sehr bald überzeugt, dass Sabine die beste Frau für Peter sein wird.

Noch gilt es ein großes Problem, Herausforderung, zu meistern. Dank der Berichterstattung der besten Freundin des Hauses, Renate, erfährt Sabine, dass die Schulkollegin Frau Ing. Silke Neuberger in Peters Schlafzimmer übernachtet hat, weil Marlis Stadler von ihrer Schwiegertocher leider noch nichts gewusst hat und Peter endlich eine Frau verschaffen wollte. Sabine hat schlagkräftige Argumente gegenüber Silke, ihre Liebe zu Peter, verteidigen zu können.

Das Happy End ist, dass endlich der Bauer Anton Stadler aufklären kann, dass er mit Ing. Silke Neuberger nur Planungsgespräche hatte, die Neoschwiegertochter erklärt Marlis und ihrer Freundin Renate vor Peter wie diese Anlage funktioniert und den Ertrag des Hofes positiv beeinflusst.

Ende gut, alles gut, Peter übernimmt den Hof, Bauer Anton Stadler darf nach Erlaubnis von seiner Frau Marlis Bürgermeister werden und alle akzeptieren voll und ganz die neue Schwiegertochter, die schön und sehr klug ist.

Großvater Gustav, der immer alles genau durch das Schlüsselloch beobachtet und belauscht, war die Dauer des Lauschangriffes zu lang. Er kommt aus der Küche und fällt ermattet auf den Boden.

Eine besondere Gratulation gilt der Spielleiterin Christine Illmaier für die Auswahl des sehr unterhaltsamen beinahe aus dem Leben gegriffenen Stückes und die Adaption auf das Mariazellerland.

Dank dem Bühnenbildner Christian Lechner und den Souffleusen Maria Goldgruber und Christine Illmaier, die mithalfen, dass das Stück ein toller Erfolg wurde, welches das Publikum mit tobendem Applaus dankte.

Herzlichen Dank an Ing. Franz-Peter Stadler 1010 Wien & Salzatal für Text und Fotos.

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