Lebende Strukturen – Gemeinsames Bauen mit Weiden

SchülerInnen der Volksschule Mitterbach probierten unter Anleitung der Architektin Johanna Digruber mit Weiden zu bauen.

Bauen ist ein lebendiger Prozeß. Umso mehr, wenn dabei lebendes Baumaterial im Spiel ist. Das durften die SchülerInnen der Volksschule Mitterbach unter Anleitung der Architektin Johanna Digruber vom Büro HARDDECOR ARCHITEKTUR ausprobieren. Zur Unterstützung bei der Umsetzung konnte Landschaftsplaner Alois Graf von ambientconsult gewonnen werden. Gegenstand des dreitägigen Workshops mit den Nachwuchsplanern waren Entwurf und Realisierung von Mikro-Architekturen für den von HARDDECOR ARCHITEKTUR gestalteten neuen Dorfplatz von Mitterbach, ein Projekt, errichtet aus Mitteln der Stadt- und Dorferneuerung Niederösterreichs.

Während der Bepflanzungsarbeiten am Dorfplatz entstand im Dorferneuerungsverein (DOERN) auch die Idee, die Kinder könnten sich doch ihre Spielgeräte selber bauen und zwar aus Weidenstämmen aus dem heimischen Wald. DOERN-Obmann Siegfried Grössbacher gelang es die notwendigen Mittel zu organisieren und nach zwei Tagen für Entwurf und Modellbau konnten die drei gemeinsam entwickelten Objekte auch Dank der Hilfe der Eltern und von Freunden in nur einem Tag am Dorfplatz errichtet werden. Entstanden sind zwei Behausungen (Iglu und Tunnel) und eine »lebende Wand«, der man ab nun beim Wachsen zusehen kann. Die GestalterInnen schauen auch bereits eifrig nach…

Erwähnt sei hier auch noch folgendes: Gemeinsames Bauen sorgt offensichtlich für Verständigung, auch wenn man noch nicht die gleiche Sprache spricht. So beobachtet bei den vier Flüchtlingskindern und ihren siebzehn niederösterreichischen Mitschülern der Volksschulklasse Mitterbach.

Herzlichen Dank an Johanna Digruber und Christian Fröhlich von HARDDECOR ARCHITEKTUR für die Infos sowie an Siegfried Grössbacher und Leni Wenzel für die Fotos.

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