Barbara im Berg – Barbarafeier im Wetterinstollen 2017

Hl. Barbara im Berg am 7.12.2017 – Andacht zum Gedenken an die Hl. Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute, im Zuge des Mariazeller Advents.

Über 150 BesucherInnen, die an dieser Barbarafeier teilnahmen, wurden 450 Meter vom Mariazeller Vizebürgermeister Michael Wallmann und dem Team der Wiener Wasserwerke, in den Berg des Wetterinenstollen geführt. Es war dies eine Veranstaltung des Mariazeller Advents unter Mitwirkung des Pfarrverbandes Mariazell, dem Mariazeller Advent, der Liedertafel Gußwerk, der Bläserabordnung des Musikvereins Aschbach, des Bergmann-Trachtenvereins „Steirerherzen Seegraben“, dem Verein Steirische Eisenstraße, der Stadt Wien – MA 31 und dem Forstbetrieb Steiermark der ÖBF AG.

Mit Fackeln, die den Stollen ausleuchteten, entlang der Hochquellenleitung (Pfannbauerquelle), ging es bis zur ersten Kaverne (= größere Nische im Felsen), bis zur Marke 450 Meter, wo die Statue der Hl. Barbara steht.

Eine großartige Kulisse für die Barbarafeier:

Der Platz im Stollen ist wohl der perfekte Ort, um der Hl. Barbara, Schutzheilige der Bergarbeiter, zu gedenken. Die stimmungsvolle, auf den Advent und dessen wirklicher Bedeutung hinführende Andacht, hielt Mariazells Stadtpfarrer P. Mag. Christoph Pecolt, wunderschön musikalisch umrahmt von der Gußwerker Liedertafel und einer Bläserabordnung des Musikvereins Aschbach sowie Vertretern des Bergmann-Trachtenvereins „Steirerherzen Seegraben“.

Die „Steirerherzen Seegraben“ empfingen in ihrer Bergmannstracht die Besucher und erfreuten uns nach der Andacht mit einem Knappentanz und einem eigens für die Feier geschriebenes Lied, welches Sie im Video sehen und hören können.

Hl. Barbara

Barbara von Nikomedien (Barbara, von bárbara – griechisch – „die Fremde“) war eine christliche Jungfrau, Märtyrin des 3. Jahrhunderts.

Nach der Legenda Aurea, war Barbara eine sehr schöne und kluge junge Frau, so dass viele Männer aus Nikomedia um ihre Hand anhielten. Barbara jedoch wies die Verehrer zurück. Die junge Frau besuchte eine Gruppe junger Christen, die sich trotz der Christenverfolgung heimlich trafen. Barbara lernte dort das Evangelium, die Frohbotschaft Christi, kennen und kam zu der Erkenntnis, dass sie Christin werden wollte.

Ihr Vater Dioscuros versuchte, sie von der Außenwelt abzuschirmen und sperrte sie deshalb in einen eigens dafür gebauten Turm. In diesem Gefängnis bekannte sich Barbara gegen den Willen des Vaters zum Christentum.

Der Vater versuchte sie mit Martern und Peinigungen umzustimmen, doch dies bestärkte sie noch in ihrem Glauben. Dem Turm, einer anderen Legende zufolge, im angrenzenden Badehaus, ließ sie ein drittes Fenster hinzufügen – als Symbol der Dreifaltigkeit Gottes. Barbara ließ sich heimlich taufen. Als ihr Vater davon erfuhr, beschloss er seine Tochter töten zu lassen. Barbara konnte in einen Felsspalt fliehen, der sich wie durch ein Wunder vor ihr öffnete. Sie wurde aber von einem Hirten verraten.

Ihr Gedenktag in der Liturgie der katholischen und der griechisch-orthodoxen Kirche ist seit dem 12. Jahrhundert der 4. Dezember, der im Volksmund Barbaratag genannt wird. Der Gedenktag am 4. Dezember wurde auch in den evangelischen Namenkalender übernommen.

Die heilige Barbara zählt zu den 14 NothelferInnen, denn ihr Verhalten im Angesicht von Verfolgung und Tod gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit im Glauben. Die Darstellung mit dem Turm, der meist drei Fenster enthält, weist auf diese Legende hin. Deswegen wird sie als Patronin der Türme und der Festungsbauer verehrt. Wegen des von ihr beauftragten Einbaues der Fensteröffnung in den Turm, gilt sie als Schutzheilige der Architekten und aller Arten von Bauarbeitern.

Wegen des plötzlichen Todes und da die Heilige von einem Felsen geschützt wurde, der sich öffnete und sie verbarg, wählten die Bergleute sie zu ihrer Patronin.

Tradition:

Nach einer alten Tradition werden am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) geschnitten und ins Wasser gestellt. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Dies geht zurück auf einen Einzelzug der Legende: Auf dem Weg in das Gefängnis blieb Barbara mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.

 

Herzlichen Dank an Ing. Franz-Peter Stadler 1010 Wien & Salzatal für Text und Fotos.

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