Weihnachtliche Musik aus Mariazell

Diese CD bringt Krippenlieder und Weisen aus der Mariazeller Gegend.

Hans Martschin, Motor vieler musikalischer Aktivitäten (z.B. Mariazeller Musikantenwallfahrt) musiziert und singt mit seinen Freunden, der Familie Eder, Peter Grössbacher und mit seinen Kindern.

Weihnachtliche Musik aus Mariazell

Diese CD bringt Krippenlieder und Weisen aus der Mariazeller Gegend.
Hans Martschin, Motor vieler musikalischer Aktivitäten (z.B. Mariazeller Musikantenwallfahrt) musiziert und singt mit seinen Freunden, der Familie Eder, Peter Grössbacher und mit seinen Kindern.

Was diese CD zur Besonderheit macht, ist die vielseitige musikalische Gestaltung durch ein und dieselbe Musikgruppe: Auf „Blas“ und auf „Streich“, mit Stubenmusikbesetzung und vor allem mit Gesang. Hier mögen die Mariazeller als Vorbild wirken, denn allzu viele Musikgruppen sind entweder nur instrumental oder nur vokal ausgerichtet.

Das Lied: „Hört ihr Hirten“ hat Hans Martschin selbst „abgehört“ und aufgezeichnet. Einige Instrumentaljodler, vor allem der „Wutzlnatzl“ erinnern an die großartige Jodlertradition des Schneeberggebietes.
Mariazell ist also nicht nur verkehrstechnisch dem Niederösterreichschen sehr nahe! Auch aus dem Bestand des Steirischen Volksliedarchives wird musiziert. Die Mariazeller Musikanten spielen sie wieder, die „Steirischen“. Dabei – und das soll man auch wissen – handelt es sich ursprünglich nicht um weihnachtliche Weisen, sondern um ausgesprochene Tanzmusik. Man hat wohl etwas geschmeidiger getanzt – in der guten alten Zeit. In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts dürfte der Steirische noch den Tanzboden beherrscht haben. Dass man sich dieser Tänze bedient, um sie als musikalische Beigabe in der „stillsten Zeit im Jahr“ anzuwenden, ist eine gute Gelegenheit, diese wunderbaren Melodien wieder in Gebrauch zu nehmen.

Jedes Festhalten von Musik auf Tonträgern bedarf einer besonderen Qualität. Was die Volksmusik betrifft, geht bei dieser Forderung nach Exaktheit oftmals die Lebendigkeit verloren. Professionelles kennen wir alle, wir verlangen danach – schließlich sind wir HIFI – verwöhnt. Was Streicher, Blaser und Sänger hier vermitteln ist die Alternative zur mitunter Einbußen hinnehmenden Perfektion:
Musikalisch – menschliches ist herauszuhören. Der Geigenstrich – nicht der eines Philharmonikers, die Singstimmen – nicht die aus Kehlen ausgebildeter Sänger.
Man hat nicht einmal den Versuch unternommen,mehr hineinzuinterpretieren, als es einem aus dem Munde älterer Vorbilder in Erinnerung ist.

Die Sänger und Musikanten geben damit Sing – und Spielmanier aus ihrer musikalischen Erlebniswelt weiter. Kurz gesagt: Mit dieser CD steht nicht nur eine schönes Dokument zum Thema Volksmusik im Regal. Mit dieser CD wird nicht nur „Musik über Boxen gelassen“ – sie bringt vielmehr Hans Martschin mit seinen Freunden und Kindern ins Haus. Es „menschelt“ im CD-Player. Dafür sei ihm herzlich gedankt.

Prof. Hermann Härtel

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