Fronleichnamsprozession in Mariazell & Gußwerk 2016

Fronleichnamsprozession am 26. Mai 2016 in Mariazell & Gußwerk – Text bezieht sich auf die Prozession in Gußwerk.

Was bedeutet Fronleichnam? Wann findet es statt? Seit wann wird es gefeiert?

Wie alle Jahre fand wieder bei sehr schönem Wetter das Fronleichnamsfest in Gußwerk unter der Leitung von Pater Mag. Alois Hofer, mit musikalischer Begleitung der Musikkapelle Gußwerk und prominenten ProzessionsteilnehmerInnen aus Politik, Verbänden und Vereinen, wie z.B. Vizebürgermeister Michael Wallmann, der gleichzeitig als Fahnenträger fungierte, statt.

Auch die Kinder des Kindergartens gestalteten die Prozession durch Gesangseinlagen mit und streuten Blumen am Weg zu den Stationen, Altären.

Die ErstkommunikantInnen waren auch würdig unter der Begleitung ihrer Religionslehrerin Corina Kraft vertreten.

Himmelträger:

Fluch Otto
Leodolter Karl
Reichenvater Hans
Teubenbacher Franz

Fahnenträger:

Fuchs Markus
Lasinger Andreas
Reiter Hannes
Wallmann Michael

Lautsprecherträger:
Auer Manuel

Das Fronleichnamsfest ist ein Fest der katholischen Kirche und findet 60 Tage nach dem Ostersonntag statt. Es ist ein bewegliches Fest und wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest (zwischen 21. Mai und 24. Juni), gefeiert. Fronleichnam ist in den meisten mehrheitlich katholischen Ländern bzw. Bundesländern Europas ein Feiertag.

In vielen Orten Österreichs ist es üblich, die Messe an öffentlichen Orten mit einer Prozession, mit Begleitung einer Blasmusikkapelle, durch die Straßen der Pfarrgemeinde zu feiern. Dazu werden oft Straßenzüge mit Birkenzweigen geschmückt, wodurch die Fronleichnamsprozession in der Umgangssprache den Namen Birkenrallye erhalten hat.



Der offizielle Name des Fronleichnamsfestes lautet: „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“.

Der Ausdruck Fronleichnam kommt aus dem Mittelhochdeutschen: fron (= Herr) und lichnam (= Leib). In anderen Sprachen wird die treffende lateinische Bezeichnung corpus christi verwendet. Das Fest entstammt einer mittelalterlichen Frömmigkeitsform, bei der es vor allem auf das Schauen auf die konsekrierte, (lateinisch consecrare ‚weihen, heiligen‘) Hostie Wert gelegt wurde. Eingeführt wurde das Fest 1264 und geht auf eine Vision der Nonne Juliane von Lüttich zurück. Zur Popularität verhalf dem Fest erst der Brauch der Fronleichnamsprozession.

Die katholische Kirche feiert die Einsetzung der Eucharistiefeier (griech. Dank sagen, Danksagung), also jener Gottesdienstform, in der Christus in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist und in der Kommunion empfangen wird. Das Fronleichnamsfest führt uns Gläubigen und den BetrachterInnen der Prozession, die Bedeutung der Einsetzung des Altarsakramentes beim „Letzten Abendmahl“ am Gründonnerstag wieder vor Augen.

Im Vordergrund stand dabei die Verehrung der Gegenwart Christi in der Gestalt des Brotes. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde die Bezeichnung des Fronleichnamsfests erweitert und seit 1849 in das bestehende Fest das „Fest des kostbaren Blutes“ integriert. Deshalb heißt das Fest seit 1970 „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. Im Zentrum steht heute wieder die Eucharistiefeier, in der wir Christus in der Kommunion empfangen wie beim „Letzten Abendmahl“ am Gründonnerstag, mit dem Auftrag Christi „Tut dies zu meinem Gedächtnis“.

Prozessionen spielen im Leben der Kirche eine wichtige Rolle, denn Glaube vollzieht sich nicht nur „sitzend“ in Kirchenräumen, sondern wird auch „im Gehen“ zum Ausdruck gebracht (Kreuzweg, Wallfahrt, Bitttage, etc.). Die Prozession bietet die Chance wieder bewusst zu machen, dass Glaube und Leben zusammengehören; wir bleiben nicht im Kirchenraum, sondern gehen hinaus „in die Welt“. Als Christen sind wir miteinander und mit Gott unterwegs, in der Prozession kann das für alle sichtbar werden.

Herzlichen Dank an Ing. Franz-Peter Stadler 1010 Wien & Salzatal für Text und Fotos.
 
 
 
 
Nachfolgend noch die Fotos der Fronleichnamsprozession in Mariazell.

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