Dreikönigsfest in Gußwerk am 6.1.2017

Erscheinung des Herrn – Epiphanie – Gußwerk – 6. 1. 2017

Die Kirche feiert am 6. Januar das Hochfest Epiphanie (im griechischen Epipháneia „Erscheinung“), auch Erscheinung des Herrn, welches im protestantischen Bereich auch Epiphanias genannt wird. Der Volksmund gibt diesem Hochfest auch den Namen Dreikönigsfest (Heilige drei Könige und Sternsinger).

Im Matthäusevangelium (Mt 2,) wird von der Huldigung des neugeborenen Jesus durch die Magier erzählt. Dort heißt es: Sie (Sterndeuter aus dem Osten) gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. 

Die drei Gaben werden nach alter Deutung auf die Sendung des Gottmenschen Jesus Christus bezogen, wie es in der Antiphon zum Benedictus in der Laudes am 7. Januar im Stundengebet ausgedrückt wird: Die Sterndeuter (im griechischen Ausgangstext ?????, Magoi, wörtlich „Magier“) bringen „Gold dem großen König, Weihrauch dem wahren Gott und Myrrhe für sein Begräbnis“. Die Dreizahl der Weisen („drei Könige„) wird im Matthäusevangelium nicht ausdrücklich ausgesagt, sondern bürgerte sich im Laufe der christlichen Tradition wegen der Dreizahl der Gaben ein.

Die Westkirche übernahm das Fest Erscheinung des Herrn im 4. Jahrhundert von den Ostkirchen, die am 6. Januar das Geburtsfest Christi feierten, die Feier der glanzvollen Offenbarung der Königswürde Christi.

Als Sternsinger bezeichnet man eine Gruppe von Menschen – meist Kindern –, von denen dem Brauchtum gemäß drei als die Heiligen Drei Könige und einem Sternträger verkleidet sind. Sternsingergruppen ziehen in der Zeit von Weihnachten bis zum Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar durch die Gemeinde, bringen an den Türen von Häusern und Wohnungen den Sternsingersegen an,  inzensieren (= anzünden, verbrennen) räuchern (beweihräuchern) mit Weihrauch das Haus, den Stall, die Wohnung und sammeln auch Geld für wohltätige Zwecke. Diesmal wurde für Tansania gesammelt. In der Pfarre von Gußwerk konnten 4.525,- Euro für wohltätige Projekte gesammelt werden.

Traditionsgemäß schreiben die Sternsinger mit geweihter Kreide über die Türen die Jahreszahl und die Buchstaben C + M + B. Für viele ist dies die Abkürzung der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, für Lateinkundige sind es die Anfangsbuchstaben des Gebetes „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus).

Herzlichen Dank an Ing. Franz-Peter Stadler 1010 Wien & Salzatal für Text und Fotos.

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