Der Kürbis

Der Kürbis

Die Herbstzeit ist die grosse Zeit des Kürbis. Überall sieht man ihn in seinen leuchtenden Farben von gelb über orange bis rot.

Ursprünglich stammt der Kürbis aus Mittel- und Südamerika. Von dort aus brachten ihn die Spanier nach Europa. Aufgrund seiner vielen Samen galt er als ein Symbol für Fruchtbarkeit.

Neben seiner wichtigen Funktion als Wintergemüse, weil er kühl gelagert bis Jänner haltbar ist, ist er heute vor allem wegen seiner heilkräftigen Wirkung bekannt.  Vor allem die Samen werden auf Grund ihrer Inhaltsstoffe bei Blasen- und Prostatabeschwerden empfohlen.

Kürbis als Schlankmacher

Der Kürbis besteht zu 90% aus Wasser und enthält kaum Fett. Dafür enthält das Fruchtfleisch umso mehr Vitamine wie Provitamin A, Vitamin B6, C und E, Mineralien, Folsäure, Magnesium, Kalium, Calcium, Zink oder Natrium. Viel Kalium und wenig Natrium führen zu einer entwässernden und ausschwemmenden Wirkung.

Vitamin A ist für das Immunsystem, für die Sehrkraft und den Hautstoffwechsel wichtig. Vitamin B6 unterstützt die Blutbildung und das Nervensystem. Zusätzlich decken 100g Kürbisfleisch den Tagesbedarf an Carotinoiden. Weitere Inhaltsstoffe wirken verdauungsfördernd.

Samen als Power-Samen

Die Kerne des Kürbis sind sehr energiereich. Sie bestehen zu 45% aus ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Selen gilt heute als krebshemmend. Weiters enthalten sind Kupfer, Magnesium, Mangan, Zink und ein hoher Gehalt an Phytosterinen, die bei Prostata- und Harnwegsbeschwerden eingesetzt werden.

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Kürbiskernöl

Das Kürbiskernöl wird aus den Kernen des Ölkürbis gewonnen. Es ist ein dunkelgrünes, dickflüssiges Öl mit einem intensiven Eigengeschmack. Es enthält ca. 85% ungesättigte Fettsäuren, davon knapp 50% Linolsäure und über 30% Ölsäure. ­Um diese Inhaltsstoffe nicht zu zerstören, sollte es nur kalt angewendet werden. In der Hautpflege ist es ein wertvolles Basisöl, besonders bei trockener, rissiger und schuppiger Haut.

Gesunde Ballaststoffe

Aufgrund ihrer Zusammensetzung sind Mehle aus Ölsamenpresskuchen, die bei der Kaltpressung von Ölen zurückbleiben, sehr gesund und eine gute Alternative zu Weizenmehl. Aufgrund ihrer meist dunklen Farbe und des stärkeren Eigengeschmacks sind sie ideal als Ballaststoffanteil in Mehlmischungen. Sie lassen weder den Blutzucker noch die Insulinkurve ansteigen und machen lange satt. Das Mehl aus dem Kürbiskernpresskuchen enthält darüberhinaus noch wertvolles Eiweiß. Damit ist es ein hochwertiges, eiweißreiches Lebensmittel, das zudem viele bioaktive sekundäre Inhaltssstoffe aufweist.

Kürbiskernöl-Massageöl

50ml Kürbiskernöl, 30ml Sonnenblumenöl, 20ml Olivenöl

Die Öle in ein Gefäß geben und gut verrühren. Dann in eine dunkle Flasche füllen. Einige Tropfen auf die gewünschte Körperpartie auftragen und einmassieren.

Kürbiskernölpesto

150g frische Gartenkräuter, 150ml Kürbiskernöl, 2EL Kürbiskerne, ½ TL Kräutersalz

Die Kräuter fein schneiden, die Kerne zerhacken und beides mit dem Kürbiskernöl verrühren. Mit Kräutersalz abschmecken und im Kühlschrank lagern.

Mag. pharm. Dr. Angelika Prentner, Apotheke-Mariazell

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