Arzneikräuter bei Stress und nervlichen Belastungen – Johanniskraut


­Johanniskraut„Die Sonnenpflanze“

Hypericum perforatum, Johanniskrautgewächs

Das Johanniskraut gehört heute zu den bekanntesten und bestuntersuchtesten Heilpflanzen in der Schulmedizin. In der Volksmedizin war es immer schon eine sehr wertvolle Pflanze. Die Blüte mit ihrer kräftigen gelben Farbe tut der Seele gut. Die Germanen nannten es das Gold der Pflanzenwelt.

Das Johanniskraut ist sicherlich die Pflanze mit der größten Verbindung zur Sonne. Sie vermag die volle Sonnenkraft aufzunehmen, sie umzusetzen und diese Wärme und Kraft an unser Gemüt weiterzugeben. Im Rot des Johanniskrautöls ist der Sonnenprozess vollendet.  Die Blüte verkündet die Johanniszeit, wenn die Tage am längsten sind und die Sonne am höchsten steht.

Die Kraft dieser Pflanze kann die Wolken, die sich auf die Seele gelegt haben, vertreiben. Viele Menschen, die an Depressionen leiden, beschreiben dies auch wörtlich so. Ihr Inneres hat sich verdunkelt. Hier hilft das Johanniskraut wieder Licht in die Seele zu bringen und die inneren „Dämonen“, die Ängste, zu vertreiben. Die Pflanze gibt neue Kraft, Hoffnung, Frohsinn und Lebensfreude.


Wirkung des Johanniskraut:

Stimmungsaufhellend, antidepressiv, entspannend, fördert Optimismus, Lebensfreude und Heiterkeit

Wirkung des Johanniskrautöls:

Heilend, schmerzstillend, antineuralgisch, entzündungshemmend

als Massageöl durchwärmt es die Muskulatur und wirkt schmerzstillend

Einsatzgebiete des Johanniskraut:

Stimmungsschwankungen, Depressionen, Nervosität, Wetterfühligkeit, Unruhezustände, nervöse Erschöpfung, geistige Überanstrengung, nervliche Magen-Darm-Beschwerden, Verletzungen des Körpers und der Seele, Verdunkelung der Seele, Schwermut, Trübsinn, Niedergeschlagenheit, Ängstlichkeit

Für Menschen, die zu wenig Licht tanken können. Licht ist eine essentielle Energiequelle für die Nerven.  ­

Einsatzgebiet des Johanniskrautöls:

Wunden, Narben, Verletzungen der Nervenstränge, Quetschungen, Stichverletzungen, Phantomschmerzen, Schulter-, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelverhärtungen

Johanniskraut Tee:

½ Teelöffel Johanniskraut mit 250ml heißem Wasser übergießen – 3-4 min ziehen lassen – abseihen und schluckweise trinken

Johanniskraut-Zubereitungen können photosensibilisierend wirken. Daher sollten sie v.a. im Sommer nicht direkt, bevor man in die Sonne geht, eingenommen werden oder überhaupt erst am Abend. Ist die Sonneneinstrahlung nicht so stark, kommt es kaum zu Überreaktionen der Haut.

Mag. pharm. Dr. Angelika Prentner, Apotheke-Mariazell

 

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3 Kommentare bei “Arzneikräuter bei Stress und nervlichen Belastungen – Johanniskraut

  • 2. Februar 2013 um 11:18
    Permalink

    hab 1frage:darf ich johanniskrauttee auch trinken als epileptiker?

  • 7. November 2017 um 13:48
    Permalink

    Darf ich dieses tee oder kapseln mit sertralin25mg nehmen?

  • 13. November 2017 um 18:07
    Permalink

    Es ist möglich, zu Medikamenten den Johanniskraut-Tee zu trinken. Kapseln oder Dragees sind meist hochdosierte, konzentrierte Präparate, die mit Medikamenten vergleichbar sind. Deshalb sollten sie dazu nicht eingenommen werden. Beachten sollten Sie beim Trinken des Tees bitte nur einen zeitlichen Abstand zum Medikament von mindestens 2 Stunden. So können sich die Wirkstoffe bei der Aufnahme in den Körper nicht gegenseitig behindern oder Wechselwirkungen eingehen.

    Epileptiker sollten mit der Einnahme von Johanniskraut etwas vorsichtiger sein. Ich würde hier Heilpflanzen wie Passionsblume, Veilchenblüten oder Lindenblüten empfehlen.

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